Justus Lück

Instrumentenbau

Saitenspiel oder Psalter

Das Saitenspiel oder Psalter ist das älteste Saiteninstrument. Die Ursprünge des Psalteriums reichen bis in den orientalischen Kulturraum zu den beiden Grundformen zurück: dem persischen Schlaginstrument Santur und dem arabischen Zupfinstrument Kanun. In der Entstehungsphase des europäischen Instrumentariums in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts muss es ein grundlegendes Saiteninstrument gewesen sein.

 

Die Korpusform des Psalteriums ist vielgestaltig, es erscheint als schlichtes Dreieck, in sog. Schweinskopfform, als Halbtrapez, Trapez und als Viereck. Die Saiten werden über Stege parallel über einen Resonanzkörper gespannt. Die Stege übertragen die Schwingungen der gezupften Saiten auf die Decke mit dem Schallloch.

Der Schüler lernt hier zuerst einen stabilen formenschlüssigen Korpus aus Massivholz zu bauen. Ein überblatteter, verleimter Rahmen verbindet Decke und Boden. Die Decke benötigt ein Schalloch, sowie die Bohrungen für die Stimmnägel. Über einen Sattel (links) und einen Steg (rechts) laufen 10 Saiten parallel zueinander.

Unser Instrument ist diatonisch in C Dur  gestimmt. Als Einstiegshilfe gibt es Tabulaturen mit bekannten Volksliedern oder anderen geläufigen Standards. Dieses Instrument wird in einem Semester hergestellt und eignet sich hervorragend zu einfachen harmonischen Übungen oder nur zum athmosphärischen Experimentieren.

Sie möchten Ihr eigenes Instrument bauen?

Wenn Sie Interesse an einem Workshop haben, in dem Sie Ihre eigenes Instrument bauen können oder ein individuelles, nach Ihren Vorstellungen gebautes bestellen möchten, rufen Sie mich an: +43 (0)6991 902 35 48 oder senden mir ein Mail an office@pauljustuslueck.com