Justus Lück

Instrumentenbau

Okarina

Die Okarina ist eine Gefäßflöte, meistens aus Keramik. Aber auch Versionen in Holz und Metall existieren. Die Bezeichnung Okarina kommt aus dem Italienischen (ocarina = „Gänschen“) und verweist auf die Form. Das Instrument ist bereits in alten Hochkulturen nachzuweisen; die jüngere „westliche“ Variante soll von Giuseppe Donati aus Budrio/Italien um 1860 erfunden worden sein; sie hat 8 Fingerlöcher vorne und 2 Daumenlöcher hinten. Die Konzertokarina wird ähnlich wie die Querflöte an den Mund gehalten und gespielt. Von Italien aus verbreitete sich das Instrument im übrigen Europa und in Übersee. In Wien war es im „Circus Renz“, bei der Weltausstellung und in Danzers Orpheum zu hören.

 

In der gegenwärtigen (2016) Volksmusikszene Österreichs gehört das Instrument wegen seiner Kleinheit und leichten Transportierbarkeit zu den sog. „Hosensackinstrumenten“( Maultrommel, Mundharmonika, Schwefelpfeife,Nasenpfeife). Die Okarina wird heute in der alpenländischen Volksmusik sehr gerne gehört, als Pfeiferlmusik oder im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten.

Wir fertigen eine einfache Okarina aus Keramik. Verschiedene Wege bieten sich an, einen Hohlkörper zu erzeugen. Die massiven Formen können aufgeschnitten und mit der Schlinge  ausgehöhlt werden oder der gewünschte Hohlkörper wird aus Tonplatten zusammenfügt. Wie oben zusehen lässt sich auch eine Pressform gut zur seriellen Produktion verwenden Zuletzt werden vorsichtig nach und nach mit einem kleinen Nagel Löcher in den schon lederharten Ton gestochen  und  die Öffnungen entsprechend der erforderlichen Tonhöhe geweitet und angepasst – so wird die Okarina gestimmt.

 

Durch die äussere persönliche Gestaltung  in Form und Farbe

bekommt die Okarina Fetischcharakter.

Für den Pädagogen werden die folgenden Okarinas aber viel wichtiger sein.

Die verschiedenen Tonsysteme aus dem Orient und Okzident also die Zigeunertonleitern in Dur und Moll die Spanisch – Sephardische oder die Bluestonleitern verführen zum Improvisieren.

Sie möchten Ihr eigenes Instrument bauen?

Wenn Sie Interesse an einem Workshop haben, in dem Sie Ihre eigenes Instrument bauen können oder ein individuelles, nach Ihren Vorstellungen gebautes bestellen möchten, rufen Sie mich an: +43 (0)6991 902 35 48 oder senden mir ein Mail an office@pauljustuslueck.com